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Sprachentwicklungsstörungen / SESEine Sprachentwicklungsstörung liegt vor, wenn der Spracherwerb des Kindes nicht regelrecht, sondern verzögert oder unvollständig erfolgt. Kinder, die mit zwei Jahren weniger als 50 Wörter sprechen, bezeichnet man als Late-Talker. Während ein Teil der Late-Talker-Kinder sprachlich noch aufholt, entwickelt sich bei 30% der dreijährigen Kinder eine spezifische Sprachentwicklungsstörung. Diese beinhaltet häufig Einschränkungen unterschiedlicher Ausprägung, in den Bereichen Grammatik (Dysgrammatismus), Sprachverständnis und Wortschatz, Artikulation (Dyslalie) und/oder auf der pragmatischer Ebene. Die Sprachentwicklungsstörung kann im Rahmen einer allgemeinen Entwicklungsstörung auftreten und Spätfolgen, z.B. beim Schriftspracherwerb nach sich ziehen. |